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Grundbegriffe und das gemeinsame Vokabular

Definitionen zur Fachdisziplin Prozessmanagement


Audio-Podcast

Talk-Format - es unterhalten sich zwei Personen zum Thema


Audio-Podcast (DE): Diskussion zum Nutzen einer gemeinsamen Begriffswelt ( ca. 5min)

Canvas - Infografik

Grafische Darstellung der wichtigsten Aspekte


BPM-Terms

Abbildung: Teaser mit KI-generiert

Um eine gemeinsame Sprache (Lingua Franca) zu etablieren, werden vom BPM-Office die Basis-Konzepte bereitgestellt und geschult.

  • Was ist ein Prozess? (Input → Transformation → Output).
  • End-to-End-Sicht: Den Weg von der ersten Kundenanfrage bis zur Auslieferung/Zahlung verstehen.
  • Rollen im BPM: Wer ist der Process Owner (Verantwortlicher), wer sind die Process Participant (Ausführende)?
  • Was sind Prozessoutputs? Was sind Prozess-Outcomes?
  • Was ist einen Prozesslandkarte?
  • Was ist ein Prozess-Steckbrief?
  • Wie wir der Prozessreifegrad gemessen?
  • Was ist das Prozess-Pentagon (KPIs)?
  • … und viele weitere Fragen und Begrifee

Methoden zur Wissensvermittlung

Transfer von Wissen von einer Quelle (Experte, Dokument, System) zu einem Empfänger


Um BPM-Grundbegriffe erfolgreich zu vermitteln, werden verschiedenen Methoden angewendet.

1. Das "Analogie-Modell" - BPM greifbar machen

„BPM ist die Architektur des Unternehmens. Die Prozesslandkarte ist unser Stadtplan, der uns die Orientierung gibt; das Prozessmodell ist der Bauplan, der Stein auf Stein vorgibt, wie wir Qualität sicherstellen. Ohne Plan bauen wir kein Haus – warum sollten wir ohne Plan ein Unternehmen führen?“

Abstrakte Begriffe wie "Input", "Output" oder "Instanz" verstehen Menschen am besten durch Vergleiche aus dem Alltag.

  • Das Restaurant-Beispiel:
    • Prozess: Das Kochen eines Gerichts.
    • Input: Die Bestellung und die Zutaten.
    • Output: Das servierte Essen.
    • Rolle (Process Owner): Der Küchenchef (verantwortlich für das Rezept und die Qualität).
    • Instanz: Eine einzelne Bestellung von Tisch 5 (ein konkreter Durchlauf).
  • Der Hausbau.Beispiel:
    • Die Prozesslandkarte ist der Stadtplan.
    • Das Prozessmodell ist der Bauplan für ein einzelnes Haus.

2. Visuelle Vokabelkarten - Cheat Sheets

„Man muss kein Architekt sein, um einen Grundriss zu lesen – und man muss kein Prozess-Experte sein, um einen Workflow zu verstehen. Unsere Vokabelkarten geben jedem die Werkzeuge an die Hand, die eigene Arbeit aktiv mitzugestalten.“

Statt alle 100+ Symbole der BPMN 2.0 zu lehren, konzentrieren Sie sich auf die "Glorreichen Sieben". Erstellen Sie eine einfache Übersichtskarte (digital oder als physischen Aufsteller):

SymbolBegriffErklärung (für Laien)
🟢Ereignis (Start)Der Auslöser: „Kunde ruft an“ oder „Rechnung trifft ein“.
🟦Aufgabe (Task)Hier wird gearbeitet: „Daten prüfen“ oder „Paket packen“.
🔶Entscheidung (Gateway)Die Weiche: „Ja“ oder „Nein“? „Vollständig“ oder „Unvollständig“?
🔴Ereignis (Ende)Das Ziel ist erreicht: „Auftrag abgeschlossen“.
➡️SequenzflussDie logische Reihenfolge (der „rote Faden“).
🏊Pool / SwimlaneWer macht es? (Abteilung, Rolle oder System).

3. Die "Prozess-Pyramide" - Struktur verstehen

„Gutes Prozessmanagement bedeutet, Komplexität zu schichten, statt sie zu verstecken. Die Pyramide erlaubt es uns, oben einfach zu bleiben und unten so präzise wie nötig zu werden – für maximale Klarheit auf jeder Ebene.“

Mitarbeiter müssen lernen, auf welcher Flughöhe sie sich bewegen. Das Vokabular unterscheidet sich je nach Ebene:

  1. Ebene 1: Prozesslandkarte (Strategie) – Begriffe: Leistungsprozesse, Managementprozesse, Serviceprozesse.
  2. Ebene 2: Geschäftsgebiete (Fachlich) – Begriffe: High-Level End-to-End (E2E)
  3. Ebene 3: Geschäftsgruppen (Fachlich) – Begriffe: Wertschöpfungskette.
  4. Ebene 4: Hauptprozesse mit Aktivität/Arbeitsanweisung (Operativ) – Begriffe: Workflows, Schritt-für-Schritt, Checkliste, Screenshot.

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4. Gamification: Das "Vokabel-Quiz"

Interaktive Formate bleiben besser im Gedächtnis als Frontalvorträge:

  • BPM-Memory: Paare finden (Symbol-Begriff oder Begriff-Definition).
  • "Sag es nicht": Ein Tabu-Spiel, bei dem Mitarbeiter BPM-Begriffe erklären müssen, ohne bestimmte Fachwörter zu benutzen (z. B. erkläre "Prozess", ohne "Ablauf" oder "Weg" zu sagen).

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5. Das "Living Glossary"

Erstellen Sie eine zentrale Anlaufstelle, die mehr ist als nur Text:

  • Short-Audio-Potcasts.

  • Short-Videos: 60-Sekunden-Clips („Was ist eigentlich ein Process Owner?“).

  • Badges: Mitarbeiter, die ein kurzes Quiz zu den Grundbegriffen bestehen, erhalten ein „BPM Awareness“-Badge in ihrem Profil.

  • Fachglossar