Chief Process Officer
Rollensteckbrief des GBPM-Office Leiters - Head of BPM-Office
Rollen-Steckbrief
Rollentitel
**Leiter BPM-Office **
auch Chief Process Officer (CPO), Leiter Geschäftsprozessmanagement-Office bezeichnet.
Rollenkürzel = BPM-OR-CPO
Jobgrades - Fähigkeitsstufen
keine.
Der Chief-Process Officer (CPO) steht im Rollengefüge des Prozessmanagement ganz oben. Er hat sowohl die umfassendsten methodischen Aufgaben als auch die Anforderung, die prozessorientierte Steuerung schon in der strategischen Steuerung des Unternehmens zu verankern. In unserer Sichtweise ist der CPO Mitglied der obersten Führungsebene und etabliert eine nachhaltige Prozessorientierung im Unternehmen als zentraler Erfolgsfaktor der wert- und kundenorientierten Ausrichtung.
Rollenmission
Chief Process Officer ist die Rollenbezeichnung für die Leitung des Business Process Management Office. Mit dieser Rolle wird das Unternehmensprozessmanagement in der Unternehmensführung etabliert und verankert.
Der CPO ist für die alle Elemente des normativen und des strategischen Geschäftsprozessmanagements verantwortlich, insbesondere für die BPM-Governance und das BPM-Enablement. Der CPO verantwortet das BPM als Ganzes – das strategische Prozessmanagement ist nur ein Teilbereich davon.
Der CPO ist die Schnittstelle zwischen Unternehmens-, Prozess und IT-Strategie. Er hat die Aufgabe, die Prozessstrategie zu planen und mit der IT-Strategie sowie dem Projektportfolio abzustimmen, die unternehmensübergreifenden Geschäftsprozesse zu koordinieren und ein unternehmensspezifisches Prozess- und Organisationsmodell zu entwickeln. Damit fallen viel Aufgaben des strategischen Geschäftsprozessmanagements in seinen Aufgabenbereich.
Rollenziele
Zu den Hauptzielen zählen ...
- eine hohe Transparenz und Qualität sicherstellen bei den BPM-Governance Vorgaben.
- eine hohe Transparenz und Qualität sicherstellen bei den BPM-Enablement-Ressourcen.
- den angestrebten Prozessreifegrad zu erreichen und zu halten.
Rollenaufgaben
Zu den Hauptaufgaben zählen ...
- die Leitung des Business Process Management Office und die Koordination der GPM-Gremien.
- die Transformation der Unternehmensstrategie in das Prozessmanagement.
- die Definition, das Assessment und die unternehmensweite Entwicklung der BPM-Fähigkeiten.
- den Aufbau, Einführung, Bereitstellung & die Pflege der BPM-Governance Ergebnisse. Darunter fallen auch Abstimmungen mit anderen Disziplinen wie Risiko-, Qualitätsmanagement sowie Business Development. Die Definition und Anwendung von BPM-Methodenstandards vorantreiben.
- den Aufbau, Einführung, Bereitstellung & die Pflege der EPM-Enablement Ergebnisse. Darunter fallen die BPM-Knowledbase und die BPM-Werkzeuge.
- die Leitung des strategischen BPM-Prozesses (sBPM) = Process Owner für sBPM. Die Definition der Prozessmanagementstrategie und der daraus abgeleiteten Ziele.
- den Aufbau, Bereitstellung & die Pflege von unternehmensspezifischen Prozess- und Organisationsmodellen in Abstimmung mit den Gremien, um einen möglichst vollständigen Überblick über alle Geschäftsprozesse und deren Zusammenspiel im Unternehmen zu haben sowie eine nachvollziehbare Zuordnung der Verantwortungsbereiche sicherzustellen. Die Entwicklung, Dokumentation, Pflege und Publikation des Prozessmodells zählt zu den zentralen Aufgaben. Compliance der Prozesse sicherstellen.
- die Entwicklung und das Management des (GPM-/IT-) Projekt- und Ressourcen-Portfolios (BPM-Roadmap) in Abstimmung mit den Gremien. Gestaltung des Change-Prozesses.
- den Aufbau, Bereitstellung & die Pflege eines unternehmensspezifischen Prozess-Performance-Systeme.
- Prozessmanagement als Managementaufgabe im Unternehmen verankern. Aufbau / Transformation zu einer prozessorientierten Organisation vorantreiben.
Verantwortung
Hat die Pflicht ...
- die Erarbeitung, Abstimmung, Einführung und Einhaltung der Process-Governance Vorgaben sicherzustellen.
- das BPM-Office Team zu nominieren und zu führen.
- die BPM-Gremien zu koordinieren und einzuberufen.
- das BPM als Gesamtheit zu entwickeln.
Befugnisse
Hat das Recht ...
- Änderungen/Verbesserungen zum Prozessmodell und der Aufbauorganisation in die Gremien einzubringen und anzustoßen.
- Prozessaudits, Prozessanalysen und Machbarkeitsstudien für Prozessoptimierungen als Vorleistungen für die Gremien im Umfang von max. 5% des BPM-Budgets zu beauftragen.
- die Erhebung festgelegter Messgrößen und die Durchführung von Prozessbewertungen einzufordern.
- übergeordneten Verantwortlichen Prozessziele zur Verabschiedung vorzuschlagen.
- an den Process Owner bei qualifizierten Prozessrisiken und/oder Abweichungen zu eskalieren.
- die 3Cs (Completeness-Correctness-Consitency) bei der Prozessdokumentation zu prüfen und ggf. Maßnahmen einzufordern.
- Qualifizierungsbedarf zur effizienten Durchführung von Prozesses aufzuzeigen und Schulungsmaßnahmen einzufordern.
Artefakte
- BPM-Dokumentation = Gesamtheit der BPM-Dokumenten verwalten und bereitstellen.
- Ergebnisse des normativen BPM
- Ergebnisse des strategischen BPM
- Prozessbeschreibungen im Process-REPOSITORY (Wissen über den Prozess) mit den Process-Interfaces.
- Prozessleistungsbeurteilung, Rückmeldung im Process-FEEDBACK. Prozess-Cockpit.
- KVP-Maßnahmen beschreiben und anstoßen im Process-TICKET.
Verweise
- Prozesslieferant-Rollenspezifikation.
- BPM-Training-Ressourcen.