Zum Hauptinhalt springen

BPM-Office

Organisatorische Einbindung der BPM-Agenden in die Aufbauorganisation


Aufbauorganisation

Die Aufbauorganisation bildet das hierarchische Gerüst einer Organisation. Sie beschreibt den vertikalen Informations- und Direktivenfluss in einer Organisation, also wer welche Entscheidungen von wem bekommt und an wen diese weitergegeben werden.

Innerhalb der Organisationsgestaltung werden grundsätzlich drei unterschiedliche Grundformen der Aufbauorganisation unterschieden:

  1. Funktionale Organisationsstruktur: Spezialisierung nach Tätigkeit (verrichtungsorientiert).
  2. Objektorientierte Organisationsstruktur: Spezialisierung nach Objekten: Kunden, Regionen, Produkte, Prozessen. Die Eingliederung von funktionalen Bereichen werden zentral oder in jeder Division vorgenommen.
  3. Matrix Organisation. Bedeutet eine gleichzeitige Spezialisierung nach unterschiedlichen Aufgabendimensionen. Die Matrixschnittstelle ist zwei Vorgesetzten unterstellt (Mehrliniensystem).

Die Einordnung der BPM-Agenden in das Organigramm kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Je nach Stellenwert kann das BPM ein Teil des Enterprise Architecture Manangements (EAM) ein, ein Teil von Qualitätsmanagement (QM), verteilt in der Linie oder als eigenständiger Service-Provider in Form eines BPM-Office ausgebildet sein.

Prozessmanagement-Office

hinweis

Das Prozessmanagement-Office ist für die Erstellung, Umsetzung, Einführung und Verankerung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des unternehmensweiten Prozessmanagementsystem zuständig und verantwortlich.

Das BPM-Office ist zuständig für die Aufbereitung, Bereitstellung und Pflege der Process-Governance und Process Enabalement-Elemente. Das BPM-Office verantwortet die Festlegung, welche Liefergegenstände bzw. Produkte das Prozessmanagement liefert, welche Prozesse im BPM ausgeführte werden, Standards und Methoden für BPM bezogene Tätigkeiten (z.B. Dokumentations-Richtlinien, Prozessportal, Prozessberichterstattung, …) zu beachten sind, definiert die Rollen im Prozessmanagement in Abstimmung mit dem Process Governance Board und legt weiters fest, welche Informationssysteme und Strukturen für die Dokumentation von Prozessen zu verwenden sind.

Im hier vorliegenden Organisationshandbuch sind die Ausprägungen des Prozessmanagements, dessen Ziele, die erwarteten Liefergegenstände und die dafür notwendigen Prozesse und Aktivitäten sowie Rollen als auch Werkzeuge beschrieben. Das BPM-Office sieht sich als interne Serviceorganisation im Unternehmen, mit der Zielsetzung eine hohe Effektivität und Effizienz im Prozessmanagement sicherzustellen.

Zu den grundsätzlichen Aufgaben des BPM-Office zählen:

  1. die Konzeption, Implementierung und Einführung,
  2. die Etablierung und nachhaltige Verankerung sowie die
  3. kontinuierliche Weiterentwicklung

des unternehmensweiten Prozessmanagementsystems.

Die Aufbaustruktur des BPM-Office ist i.d.R sehr einfach: Es gibt den BPM-Office Leiter und ein BPM-Office-Team welches diverse funktionale Rollen (Prozess-Architekt, Process Analyst, Prozessmodellierer, ...) im BPM wahrnimmt.

Verweise

  • Organisationshandbuch