BPM-Values - Grundsätze
Grundsätze im Business Process Management

“Werte kann man nicht lehren, sondern nur vorleben.“
Denkhaltung
Geschäftsprozessmanagement ist eine Management-Disziplin!
Ein Grundsatz ist eine Aussage, Erfahrung, Erkenntnis oder Regel, welche die Grundlage für nachfolgende Handlungen, Tätigkeiten oder Unterlassungen bildet.
Die BPM-Grundsätze lehnen sich am BPM-Body of Knowledge von ABPMP Version 3 an.
- Geschäftsprozessmanagement ist eine Management-Disziplin!
- Die Einführung und nachhaltige Etablierung von Geschäftsprozessmanagement ist eine strategische Entscheidung.
- Geschäftsprozessmanagement erfordert einen hohen Management-Einsatz und die Übernahme von Prozess-Verantwortung und ein Bekenntnis zu BPM (Commitment!)
- Die Einführung und nachhaltige Etablierung von Geschäftsprozessmanagement erfordert die Verankerung von BPM-Rollen in der gesamten Organisation. Damit geht auch eine Verhaltensveränderung bei den Prozessmitarbeitern und beim Management einher!
- Erfolgreich eingeführt, zählt Geschäftsprozessmanagement zu einer der interne Kernfähigkeiten in Organisationen, die nicht leicht imitierbar und kopierbar sind.
- Die internen Fähigkeiten werden entlang der 4P-Reifegradkurven regelmäßig gemessen und gezielt entwickelt.
- Product: Der Reifegrad der BPM-Liefergegenstände wird gemessen und im Vergleich zu Best Practice verglichen.
- Process: Der Reifegrad der BPM-Prozesse wird gemessen und deren Einhaltung mittel Prozesskontrollen und Audits überwacht.
- People: Die Qualifikationen und die Fähigkeiten zum Thema Prozessmanagement werden in die Weiterbildung aufgenommen. Eine regelmäßige Fähigkeitsbeurteilung wir durchgeführt.
- Partner: Die Schnittstellen zu Partner wird ebenfalls in die Fähigkeitsentwicklung aufgenommen.
- Koordinierte und unternehmensweit abgestimmte sowie pro-aktive Entwicklungen von Geschäftsprozessen erfordern Investitionen in die interne Fähigkeitsentwicklung.
- Eine transparente Budgetierung bzw. Mittelbereitstellung und begleitendes Kosten-Nutzen-Controlling sind umzusetzen.
- BPM zielt auf die Lieferung von Wert bzw. Nutzen (Outcome/Impact) für den Kunden. Diese „Kundenstimme“ ist bei jedem Prozess zu berücksichtigen und einzubauen!
- Die Mittel zur Prozess-Spezifikation und Darstellung sollen geleitet sein von Zweck der Anwendung (Fitness for Purpose) und den Anforderungen sowie Kenntnissen der Zielgruppe (Fitness for Use).
- Geschäftsprozesse müssen über den gesamten Lebenszyklus (Transform-Plan-Build-Run-Improve) gestaltet und betreut werden. Prozessmanagement endet nicht mit der Prozessdokumentation!
- BPM betrachtet „end‐to‐end work” und die “Orchestrierung” von Aktivitäten über die Aufbauorganisation hinweg.
- BPM beantwortet Fragen zu: Warum, Was, Wie, Wo, Wieviel und Wer macht welche Aktivitäten und wer ist verantwortlich für die Lieferung der Leistungen und Ergebnisse.
- BPM ist eine Führungs- und Managementphilosophie und kein beschreibender Ordnungsrahmen (Framework), Methode oder eine Ansammlung von Werkzeugen.
- Technologie spielt eine unterstützenden Rolle aber keine führende in der Einführung und Verankerung von BPM.