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BPM-Reifegrad - Erfolgsmessung

Mission-Vission-Value-Statement zu Business Process Management


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“Management stellt die Dinge richtig, Führung macht die richtigen Dinge.” ~ Peter F. Drucker

Die Prozessreifegrad-Messungen zielen meist auf eine Standortbestimmung der Fähigkeiten ab oder auf Initiativen zur Prozessoptimierung. Der Zweck von Prozessoptimierungen ist es, die Wirksamkeit und Effizienz einzelner Prozesse zu verbessern. Der Zweck der Prozessfähigkeits-Bestimmung (capability determination approach). ) ist es, die Stärken, Schwächen und Risiken ausgewählter Prozesse in Bezug auf einen bestimmten festgelegten Prüdkriterien zu beurteilen.

Die Reifegradermittlung mittel Checklisten dient zur:

  1. AS-IS – StandortBestimmung: Damit sich ein Unternehmen gezielt verbessern kann, benötigt es zunächst eine individuelle und aktuelle Standortbestimmung. Wo steht das Unternehmen in Bezug auf Prozessmanagement, wo bestehen noch Lücken und Defizite? Wie weit erfüllt das Unternehmen im Vergleich zu anderen Unternehmen Best Practice Kriterien im Bezug auf Prozessmanagement? Hierbei sollte zum einen das Gesamtunternehmen (alle Prozesse) betrachtet werden, zum anderen sollten die einzelnen Hauptprozesse beurteilt werden.
  2. TO-BE – Zielfestlegung: Eine sinnvolle Bewertung erfolgt vor dem Hintergrund einer vorhergehenden Formulierung des gewünschten Soll-Zustandes. Es ist daher erforderlich, die Ziel-Situation bzgl. des Prozessmanagements zu definieren und die Ist-Situation systematisch mit diesem angestrebten Zustand zu vergleichen.
  3. ACT – Transformation – Handlungsbedarf ableiten: Bei der Gegenüberstellung des AS-IS mit dem TO-BE Reifegrad ergibt sich, in welchen Bereichen bzw. bei welchen Kriterien es einen Handlungsbedarf gibt und wie groß dieser ist.

Standort- und Zielbestimmung sollten regelmäßig im Zuge von Prozessaudits oder-Reviews wiederholt werden. Als Werkzeug zur Standort- und Zielbestimmung werden dazu abgestimmte Reifegradmodelle eingesetzt.

Prozessreifegrad

Der Prozessreifegrad misst, wie weit ein einzelner Gesch�ftsprozess im Vergleich zu Referenz- respektive Best Practice Modellen entwickelt ist. Ein Prozessreifegrad ist ein einfaches Werkzeug bzw. ein BPM-Service zur aktuellen Standort- sowie zur Zielbestimmung bei ausgew�hlter Gesch�ftsprozessen. Je nach Reifegradmodell werden hierzu unterschiedliche Kriterien bzw. Gesch�ftsprozess-Reifegrad-Checkliste zur zeitpunktbezogenen Beurteilung herangezogen. Je nachdem, wie gut die einzelnen Kriterien erf�llt sind, wird f�r das betrachtete Unternehmen (organisationsweiter Reifegrad als Mittel aller Prozesse) bzw. den untersuchten Prozess (Einzelprozessreifegrad) ein bestimmter Reifegrad festgelegt. Je besser die einzelnen Kriterien erf�llt sind, desto h�her der Reifegrad.

Ein Prozessreifegradmodell – auch Process Assessment Model (PAM) genannt – beschreibt die Methodik und Praktiken die für Bewertungen herangezogen werden.

  1. Die Norm ISO 15504-5 ist ein internationaler Standard zum Durchführen von Bewertungen (Assessments) von Unternehmensprozessen. Ursprünglich mit dem Schwerpunkt auf der Softwareentwicklung, daher auch der Name SPICE (Software Process Improvement and Capability Determination). An dieser Stelle sein auf die ISO 15504 verwiesen.
  2. Der Assessment-Prozess ist aus unserer Sicht in der Norm ISO 19011 – Leitfaden zur Auditierung von Managementsystemen gut beschrieben. Die Anwendung dieses Prozesses wird empfohlen.

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Abbildung Platinus Prozessreifegradmodell (Quelle = platinus)

  • Prozessreifegradmodelle
  • ISO 19011 - Leitfaden zur Auditierung von Managementsystemen.
  • ISO 15504-5 - Standard zum Durchführen von Bewertungen (Assessments) von Unternehmensprozessen.