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BPM-Mission

Mandat an das Business Process Management


BPMHB-Mission

„Wenn du nicht weißt, warum du tust, was du tust, wie soll es dann jemand anderes wissen?“

Unter einem Mandat verstehen wird eine Auftrag, der von einem legitimierten Governance-Gremium einer Organisation erteil wird. Es ist allgemein eine Aufforderung an eine Person und/oder Gruppe zu einer bestimmten Handlung.

Auftrag an das BPM

Das Geschäftsprozessmanagement-Framework von platinus schafft einen gemeinsamen Orientierungsrahmen für die Beschreibung der Mission an das Prozessmanagement. Aus unserer Sicht zählen zum grundsätzlichen Auftrag an das Geschäftsprozessmanagement folgende Punkte:

Mission

Der Auftrag an das Geschäftsprozessmanagement lautet ...

  1. die GPM-Fähigkeiten und GPM-Ressourcen unternehmensweit zu definieren, zu entwickeln, sowie nachhaltig zu etabliert
  2. eine hohe Prozesseffektivität als Beitrag zum Unternehmenserfolg sicherzustellen.
  3. eine hohe Prozesseffizienz bei der Optimierung und dem Betrieb von Geschäftsprozessen sicherzustellen
    1. dabei ausgewählten (Einzel-)Geschäftsprozessen nachhaltig zu verbessern → Prozessoptimierung.
    2. einen stabile Prozessausführung sicherzustellen und laufend verbessern. → Prozessbetrieb

Der Auftrag an das Geschäftsprozessmanagement umfasst dabei drei Anwendungsbereich.

BPM-Mission

Abbildung BPM-Mission (Quelle = platinus)

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Abbildung BPM-Schlüsselaktivitäten (Quelle = platinus)

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Abbildung BPM-Konzepte (Quelle = platinus)

Normatives Geschäftsprozessmanagement

nBPM Auftrag

Das normative Prozessmanagement (nGPM) hat die Mission die GPM-Fähigkeiten und Ressourcen unternehmensweit zu definieren, zu entwickeln, sowie nachhaltig zu etablieren und ...

  • mit der BPM-Governance die Führungsvorgaben festzulegen. Es schafft die Basis und ein generelles Verständnis für das Geschäftsprozessmanagement und definiert den "Leadership"-Anspruch (Reifegrad) in einer Organisation.
  • mit dem BPM-Enablement einen holistischen Systemansatz zu verfolgen, bei dem die Standards, Methoden, Tools und GPM-Fähigkeiten unternehmensweit entwickelt, etabliert und gepflegt werden, um so effektiv und effizient zum Unternehmenserfolg beizutragen. Die Erstellung, Einführung, Etablierung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des unternehmensweiten Prozessmanagementsystems und der BPM-Fähigkeiten gehören zur Mission des Prozessmanagements.

Strategisches Geschäftsprozessmanagement

sBPM Auftrag

Das strategische Prozessmanagement (sGPM) hat die Mission eine hohe Prozesseffektivität als Beitrag zum Unternehmenserfolg sicherzustellen und ...

  • mit der strategischen Prozessplanung ALLE Geschäftsprozesse einer Organisation zu identifizieren sowie deren Zweck und Bedeutung für den Unternehmenserfolg zu qualifizieren, sowohl den Ausgangszustand (Ist) als auch das Zielbild (Soll) in Form von Prozesslandkarten und Prozess-Steckbriefen übersichtlich darzustellen sowie Implementierungspläne bzw. Projektportfolios abzuleiten und abzustimmen.
  • mit der strategischen Prozessimplementierung die Umsetzung ALLER Projekte zur Geschäftsprozessoptimierung (GPO) zu steuern, GPO-Ergebnisse zu prüfen und abzunehmen.mit dem strategischen Prozesscontrolling eine hohe Transparenz für die Prozessführung mittel Prozesskennzahlen und Leistungsberichten sicherzustellen.

Operatives Geschäftsprozessmanagement

oBPM Auftrag

Das operative Prozessmanagement (oGPM) hat die Mission eine hohe Prozesseffizienz bei der Optimierung und dem Betrieb von Geschäftsprozessen sicherzustellen und ...

  • mit Geschäftsprozessoptimierungen (GPO) EINZELNE Geschäftsprozesse nachhaltig zu verbessern. GPOs sind meist einmalige Initiativen bzw. Organisationsprojekte, um die Ausrichtung und Leistung ausgewählter Geschäftsprozesse zu verbessern sowie eine hohe Transparenz (Prozessdokumentation) für den Betrieb und für zukünftige Änderungen sicherzustellen. Die Verbesserungen werden idR. anhand der Prozessleistungsindikatoren Prozessmengen, Prozesszeiten, Prozesskosten sowie Prozessqualität und Zufriedenheit gemessen.
  • mit dem Prozessbetrieb EINZELNE Geschäftsprozesse im Tagesgeschäft stabil auszuführen, um die vereinbarten Prozessleistungsziele bestmöglich zu erreichen. Geschäftsprozessverfeinerung (BPR, Business Process Refinement BPR) umfasst die operative Prozesszielplanung, die begleitende Prozessleistungsmessung und -regelung sowie die Identifikation von KVP Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Prozesseffizienz und die permanente Verbesserung und Justierung einzelnen Geschäftsprozesse.

Ausprägungen im Geschäftsprozessmanagement

Viele Unternehmen haben eine kleines Team oder ein BPM-Office, das für die Effektivität von „Process Management“ über die gesamte Organisation verantwortlich ist. Das Mandat an das Prozessmanagement und

  1. der Einfluss (degree of power), Autorität, Macht, Ermächtigung zur Durchsetzung von Ablaufänderungen.
  2. die Zielsetzungen und Leistungsindikatoren,
  3. die bedienten Zielgruppen und das offerierte BPM-Service-Portfolio und
  4. der BPM-Service-Umfang (Prozessoptimierung, Prozess-Controlling, …) hinsichtlich Willensbildung (Planung und Entscheiden do direct) sowie der Willensdurchsetzung (Anordnung, Kontrollen und Steuerung (to control) von Prozessen und Prozessleistungsindikatoren (PLIs)
  5. die Selbstkompetenz (empowerment) - Grad an Autonomie und Selbstbestimmung

an das Prozessmanagement können je Unternehmen, Internationalität, Art und Größe unterschiedlich ausgeprägt sein.

Mit zunehmendem Reifegrad wandeln sich i.d.R. auch die Ziele und Aufgaben im Prozessmanagement.

Mission im BPM-OHB

Wir sehen es daher als zweckmäßig an, die „Mission“ – als den Auftrag und die Erwartungen an das „Geschäftsprozessmanagement“ – zu klären und im Prozessmanagement-Handbuches (BPM-OHB) zu dokumentieren und in der Organisation aktiv zu kommunizieren und bereitzustellen.

Dieses ORG-Handbuch dient als Basis für die Analyse, Konzeption, Implementierung, Betrieb, Kommunikation und Evaluierung von Geschäftsprozessmanagement in der gesamten Organisation.