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Prozesslandkarten modellieren

Prozesslandkarte bietet einen Überblick


Source = https://docs.boc-group.com/adonis/de/docs/17.0/sample-models/#die-adomoney-bank-prozesslandkarte

1. Ziel und Zweck

Diese Standard Operating Procedure (SOP) beschreibt das standardisierte Vorgehen zur Erstellung, Strukturierung und Freigabe einer Prozesslandkarte (Unternehmensprozessmodell, E-PLK) in ADONIS. Ziel ist es, eine konsistente, transparente und hierarchisch korrekte Darstellung der Unternehmensprozesse zu gewährleisten.

2. Geltungsbereich

Diese Anweisung gilt für alle Prozessmitglieder des BPM-Office , Prozessarchitekt, Prozessanalysten und Modellierer, die Berechtigungen zum Erstellen und Bearbeiten von Modellen in der ADONIS-Datenbank besitzen.

3. Rollen und Verantwortlichkeiten

  • Prozess-Modellierer: Erstellt und pflegt die Prozesslandkarte in ADONIS gemäß dieser SOP.
  • Prozess-Analyst / BPM-Methodenverantwortlicher / Prozessarchitekt: Überprüft die Einhaltung der Modellierungsrichtlinien (Methoden-Check).
  • Prozessverantwortlicher (Process Owner) für BPM / Prozessarchitekt : Liefert die fachlichen Inhalte (Semantic) und gibt die Struktur frei.

4. Ablauf / Einzelschritte

Schritt 1: Vorbereitung und Informationsbeschaffung

Vor der Modellierung in ADONIS müssen die strukturellen Eckpfeiler feststehen:

  1. Vorbereitung der Struktur der Prozesslandkarte - Awareness bei Führungskräften schaffen
    1. Awareness zum Aufbau/Gliederung der PLK von Prozessbereichen / Prozessdomains.
    2. Awareness zum Inhalten der PLK mittels Ebenen-Konzept und Good-Proctices bei Führungskräften schaffen.
    3. Awareness zu PLK-Blue-Prints / Referenzen-Prozesslandkarten bei Führungskräften schaffen.
    4. Awareness zu den Modellerungskonventionen schaffen.
  2. Identifikation der Leistungsprozesse (Wertschöpfung), Serviceprozesse (Support) und Managementprozesse (Führung)
  3. Abstimmung der eindeutigen Prozess-Bezeichnungen mit den jeweiligen Process Ownern.

Schritt 2: Modell erstellen in ADONIS

  1. Melden Sie sich mit Ihren Zugangsdaten in ADONIS an.
  2. Wechseln Sie in den Bereich „Modelle & Objekte“ (Explorer).
  3. Navigieren Sie in den dafür vorgesehenen Ordner (z. B. 01_Prozesslandkarten).

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  1. Klicken Sie auf Neu erstellen (bzw. das Plus-Symbol) und wählen Sie den Modelltyp Prozesslandkarte.
  2. Vergeben Sie einen eindeutigen Namen (z. B. PLK_Prozesslandkarte platinus Version 2026).

2026_platinus_Prozesslandkarte PCG

Schritt 3: Modellierung der Struktur

Die optische und methodische Strukturierung erfolgt über drei/vier Prozessbereiche direkt über freie Platzierung (je nach ADONIS-Bibliothek:

  • Verwenden Sie für die Darstellung der Prozesse das Objekt „Prozess“ oder „Geschäftsprozess“.
  • Platzieren Sie die Objekte von links nach rechts (chronologischer/wertschöpfender Verlauf).

Schritt 4: Objektattribute pflegen (Stammdaten)

Ein Modell ist nur so gut wie seine Daten. Klicken Sie doppelt auf die neu angelegten Prozessobjekte, um das Attributfenster zu öffnen, und pflegen Sie folgende Pflichtfelder:

  • Name: Prägnante Substantiv-Verb-Kombination (z. B. „Personal rekrutieren“ statt „HR“).
  • Beschreibung: Kurze Definition, was der Prozess umfasst.
  • Prozessverantwortlicher: Zuweisung der verantwortlichen Rolle/Person.

Schritt 5: Hierarchische Verknüpfung (Decomposition)

Die Prozesslandkarte dient als Einstiegsebene (Level 1). Untergeordnete Prozesse (Level 2/Hauptprozesse) müssen verknüpft werden:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Prozessobjekt.
  2. Wählen Sie „Modell verweisen...“ (oder Referenzieren).
  3. Verknüpfen Sie das Objekt mit dem nachgelagerten Modell (z. B. einem weiteren Unternehmensprozessmodell für Detailbereiche oder direkt einer Geschäftsprozessstruktur).

5. Qualitäts- und Modellierungsrichtlinien (Do's & Don'ts)

📌 Wichtig für das visuelle Layout:

  • Einheitlichkeit: Nutzen Sie die automatische Ausrichtung von ADONIS (Raster fangen), um ein sauberes Layout zu garantieren.
  • Farben: Nutzen Sie ausschließlich die Standardfarben des ADONIS-Corporate-Designs. Keine wilden Eigenkreationen.
  • Keine Detail-Logik: Auf der Landkarte werden keine Entscheidungen (Gateways), Dokumente oder IT-Systeme modelliert. Diese gehören auf Level 3 (BPMN-Ebene).

6. Prüfung und Freigabe

  1. Methoden-Check: Nutzen Sie die ADONIS-Validierungsfunktion (Validieren-Button), um formale Fehler zu prüfen.
  2. Fachliche Prüfung: Review der Landkarte mit den Process Ownern.
  3. Workflow starten: Stoßen Sie den ADONIS-Freigabeworkflow an, um das Modell in den Status „Freigegeben“ (Gültig) zu überführen.

7. Mitgeltende Unterlagen