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Kompetenzmodell für Prozessmodellierer

Skill-Profil und Competency Framework für die Rolle des Geschäftsprozessmodellierers - Process Modeler


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Jobgrades

Das Konzept der Jobgrades und Fähigkeitsstufen ist eine Bestandteil Kompetenzmanagement. Job Grades beschreiben den Wert, den Führungseinfluss, Verantwortung und Tragweite sowie das Ausbildungs- und Erfahrungsniveau einer Rolle. Das Job Grade bestimmt häufig das Gehaltsband (Min/Max-Gehalt) und die internen Zusatzleistungen (Benefits, Bonusregelungen).

Für diese Rolle sind folgende Jobgrades definiert.

  1. Level: Junior-Geschäftsprozessmodellierer - Associate Junior Process Modeler (Novice): Dokumentation nach Vorgabe, Workshop-Begleitung
  2. Level: Geschäftsprozessmodellierer - Process Modeler (Professional): Eigenständige Modellierung, Methodensicherheit
  3. Level: Senior-Geschäftsprozessmodellierer - Senior Process Modeler (Master): Architekturverantwortung, Lead in Großprojekten

Fähigkeitsstufen

Fähigkeitsstufen (Competency Levels) beschreiben die Ausprägung von Handlungskompetenzen die für das **Können und die Expertise **in einer funktionale Rolle benötigt werden. Die Fähigkeitsniveaus bestehen aus folgenden „Competence Levels“:

  • 0 = not required/not testes; nicht relevant
  • 1 = Initial Level – Awareness: Dieses Element ist mir bekannt. Ich kann es auch mit Unterweisung nicht eigenständig ausführen.
  • 2 = Basic Level. Dieses Element ist mir bekannt. Ich kann das Element mit Unterweisung ausführen.
  • 3 = Intermediate Level – Practitioner. Dieses Element ist mir sehr gut bekannt. Ich kann das Element selbständig ausführen.
  • 4 = Advanced Level - Expert. Ich kann das Element selbständig ausführen, es verbessern und andere unterweisen.
  • 5 = Innovator – World Class. Ich entwickle das Element selbständig weiter. Ich bin als Experte für dieses Element bekannt.

Die inhaltliche Strukturierung der Fähigkeitsstufen orientiert sich an den 4Es:

  1. Education - Ausbildung / Wissensaufbau. Hierunter fällt der formale Erwerb von explizitem Wissen. Es ist das theoretische Fundament, das typischerweise messbar und zertifizierbar ist.
  2. Experience - Erfahrung / Praxis. Wissen wird erst durch Anwendung zur echten Kompetenz. Diese Säule beschreibt das implizite Wissen, das man nur durch das "Tun" und das Bewältigen von realen Problemen erlangt.
  3. Exposure - Austausch / Sichtbarkeit / Lernen von anderen. Kompetenz entsteht nicht im Vakuum. Exposure beschreibt das Lernen durch Interaktion, Feedback und das Beobachten von Experten. Es beinhaltet sowohl das "Sich-Aussetzen" in neuen Situationen als auch das Netzwerken, Mentoring-Programme, Peer-Reviews. Der Blick über den Tellerrand, das Aufnehmen von Best Practices und die Validierung der eigenen Arbeitsweise durch professionelles Feedback.
  4. Ethics - Ethik / Werte / Haltung. Die stärkste Fachkompetenz (Education & Experience) ist wertlos, wenn sie nicht von der richtigen inneren Haltung getragen wird. Ethics beschreibt das Wertefundament, die Governance-Treue und die professionelle Verantwortung einer Rolle.

Education

Ziel ist das Bereitstellen von Trainingsressourcen, Werkzeugen, Begriffen und Methoden. Man weiß danach, wie es theoretisch funktioniert.

NachweiseSkill-Level - Beschreibung1.Level - Novice2. Level - Professional3.Level - Master
METHODEN-KOMPETENZ
BPM-Ausbildung (intern)Unternehmensinterne Ausbildungen
- BPM-Onboarding (eLearning)
- BPM-Foundation
- BPM-Community
234
BPM-Ausbildung (extern)Externe Ausbildung zum TÜV-Prozessmanagement023
BP-Ausbildung (extern())ABPMP - Association of Business Process Management
Professionals International - CBPA
012
BPM-Ausbildung (extern)Externe Ausbildung zum TÜV-Prozessmanagement
ABPMP - Association of Business Process Management
Professionals International - CBPP
002
BPMN-NotationKennt und beherrscht die BPMN-Notation, Symbole und die Grundfunktionen des Modellierungswerkzeugs.234
BPM-Tool: AdonisKennt und beherrscht die Funktionen des Modellierungswerkzeuges.234
BPM-Tool: SignavioKennt Funktionen gängiger Modellierungswerkzeuge013
BPM-Tool: ARISKennt Funktionen gängiger Modellierungswerkzeuge013
ITILITIl-Foundation
SOZIAL-KOMPETENT - Soft-Skills
Moderations- und Workshop-Techniken134
Professionelle Interview- und Fragetechniken134
Konfliktmanagement und Deeskalation134
Change Management und Umgang mit Widerstand123
FACH-KOMPETENZ
Requirements Engineering (Anforderungsmanagement, IREQ)024
Quality and Testmanagement024

Education - Trainings Ressources zu BPM-Methodenkompetenz

BPM-Ausbildung (extern)

  1. TÜV AUSTRIA Akademie

    1. Ausbildung zertifizierte:r Prozessmanager:in TÜV
    2. Prozessdokumentation
    3. Prozesskennzahlen & Beurteilung von Prozessreifegraden
  2. ABPMP BPM Competency Model

BPMN-Notation (Self-Study)

  1. BPMN-Poster und https://bpmn.io/
  2. Youtube-Video DE:
    1. BPMN 2.0 in 3 Minuten: Prozesse modellieren, die jeder versteht
    2. Einfache Modellierung in BPMN 2.0
    3. BPMN Diagrams: Collaboration
    4. Ereignisgesteuerte Prozesskette EPK - Schritt für Schritt erklärt
  3. Udemy:
    1. BPMN 2.0 Basic Notations [EN]
    2. The Practical BPMN 2.0 Master Class [EN]
    3. Business Analyst Course: BPMN & Requirements [EN]
  4. BOC ADONIS Academy
    1. MODELLING & NOTATIONS
    2. BPMN BASICS
    3. BPMN ELEMENTS

BPM-Tool: Adonis (Self-Study)

  1. BOC ADONIS Academy
    1. BOC GROUP & BPM ESSENTIALS
    2. BPM WITH ADONIS
    3. ADONIS INTERFACES
    4. EXERCISES & SOLUTIONS
  2. BOC Adonis LAB-Zone - https://docs.boc-group.com/adonis/de/student-documentation/ für Hands-On Approach.

BPM-Tool: Signavio (Self-Study)

  1. Signavio Video