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IT-Services zum Prozessmanagement

BPM-Plattformen - Betriebssystem der Prozesswelt- "The Product-Enabler"


Wir bauen die digitalen Autobahnen für Ihre Prozessdaten. IT-Services: Unsichtbar im Hintergrund, unverzichtbar für den Erfolg.

:::note Applikationsprodukte

Bei den IT-Services handelt es sich um "managed Application" für das Prozessmanagement.

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IT-Services zum Prozessmanagement sind die technologische Basis (das "Betriebssystem"), auf der anderen BPM-Services aufsetzen. Während Business-Experten die Logik entwerfen, stellt die IT die Werkzeuge, die Sicherheit und die Konnektivität bereit.

Eine BPM-Tool-Landkarte ist eine strukturierte Übersicht über die Software-Landschaft, die ein Unternehmen benötigt, um seine Geschäftsprozesse zu planen, auszuführen und zu überwachen. Man kann sich das wie einen Werkzeugkasten vorstellen: Nicht jedes Tool macht alles, sondern die verschiedenen Anwendungen greifen ineinander, um den gesamten Prozesslebenszyklus abzudecken.

Wesentliche Bausteine des BPM Product Enablements sind folgende Informationssysteme:

Häufig findet man in einer Tool-Landkarte auch eine Einteilung nach der technologischen Tiefe:

KategorieFokusZielgruppe
EBPA (Enterprise Business Process Repository and Analysis)Dokumentation & StrategieBusiness Analysten, Qualitätsmanager
WF (Workflow-Systeme)Automatisierung & KIIT-Entwickler, Prozessingenieure
Low-Code PlattformenSchnelle App-Erstellung"Citizen Developer" (Fachabteilungen)
Process MiningDatengetriebene AnalyseData Scientists, Controller

Warum braucht man diese Tool-Landkarte?

Ohne eine klare Tool-Landkarte entstehen im Unternehmen oft Silos. Die Fachabteilung zeichnet Prozesse in PowerPoint (die niemand nutzt), während die IT Workflows programmiert, die nicht zur Strategie passen.

Die Landkarte hilft dabei:

  1. Redundanzen zu vermeiden: Besitzen wir drei verschiedene Tools für das gleiche Problem?
  2. Schnittstellen zu klären: Wie kommen die Daten vom Design-Tool in die Automatisierung?
  3. Lücken zu finden: Dokumentieren wir nur, oder messen wir auch den Erfolg?

Warum benötigt es spezieller Fähigkeiten zur Anwendung der BPM-Tool-Landschaft?

Um eine BPM-Tool-Landschaft erfolgreich zu betreuen oder in ihr zu arbeiten, benötigen Sie einen Mix aus fachlichen, technischen und methodischen Kompetenzen. Man spricht hier oft vom „T-Shaped Profile“: tiefes Expertenwissen in einem Bereich, aber ein breites Verständnis für das gesamte Ökosystem.

1. Methodische & Analytische Kompetenzen (Business Focus)

Diese Fähigkeiten sind besonders in der Design- und Strategiephase gefragt.

  • Prozessmodellierung: Sie müssen Sprachen wie BPMN 2.0 (für Abläufe) und DMN (für Entscheidungsregeln) fließend „sprechen“.
  • Abstraktionsvermögen: Die Fähigkeit, komplexe Realität in einfache, logische Modelle zu übersetzen, ohne wichtige Details zu verlieren.
  • Methodenwissen: Kenntnisse in Lean Management, Six Sigma oder dem Design-Thinking-Ansatz zur Prozessverbesserung.

2. Technische Kompetenzen (IT Focus)

Diese sind entscheidend für die Implementierung und Ausführung (z. B. Camunda, Power Automate).

  • Low-Code / No-Code Verständnis: Logisches Verständnis von „If-Then-Else“-Strukturen und Variablen, auch ohne Informatikstudium.
  • Schnittstellen-Know-how (APIs): Wissen, wie man verschiedene Tools über REST-Schnittstellen oder Konnektoren miteinander verbindet.
  • Grundlagen der Softwarearchitektur: Ein Verständnis dafür, wie Daten fließen und wie Cloud-Systeme mit On-Premise-Systemen kommunizieren.

3. Daten-Kompetenzen (Data Focus)

Besonders wichtig für den Bereich Process Mining und Monitoring (z. B. Celonis).

  • SQL & Datenabfrage: Die Fähigkeit, Daten aus ERP-Systemen (wie SAP) zu extrahieren.
  • Datenvisualisierung: Ergebnisse so aufbereiten (Dashboards), dass das Management sofort erkennt, wo es „brennt“.
  • Statistisches Grundverständnis: Korrelationen von Kausalitäten unterscheiden können, um Fehlinterpretationen bei Prozessengpässen zu vermeiden.

4. „Soft Skills“ (Der menschliche Faktor)

Da BPM-Tools immer Veränderungen in der Arbeitsweise bedeuten, sind soziale Kompetenzen oft das Zünglein an der Waage:

  • Change Management: Widerstände bei Mitarbeitern abbauen, die Angst vor Transparenz oder Automatisierung haben.
  • Kommunikationsstärke: Zwischen der „Business-Welt“ und der „IT-Welt“ übersetzen können.
  • Geduld: Prozesse zu verändern ist ein Marathon, kein Sprint.