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BPI-Output-Kennzahlen

Delta-Analysen (Vorher/Nachher) des Prozess-Pentagons


Wenn wir die BPM-Fabrik (das Repository) mit BPI-Projekten (Business Process Improvement) verknüpfen, ändert sich der Fokus: Der Output ist hier nicht mehr nur die bloße Dokumentation, sondern die messbare Verbesserung und deren Nachweis.

BPI-Projekte nutzen das Repository als „Vorher-Nachher-Labor“. Die Output-Kennzahlen messen hier den Erfolg der Veränderung.

5 Dimensionen des Prozess-Pentagons

Die Delta-Analyse im Prozess-Pentagon ist ein spezifisches Werkzeug im BPM, um die Auswirkungen von Veränderungen (BPI-Projekten) ganzheitlich zu bewerten. Das „Pentagon“ (Fünfeck) steht dabei für die fünf kritischen Dimensionen eines Geschäftsprozesses.

Eine Delta-Analyse vergleicht den Ist-Zustand (vor der Optimierung) mit dem Soll-Zustand (nach der Umsetzung), um die Lücke (das Delta) und damit den Erfolg des Projekts zu visualisieren.

KategorieKennzahl (Output)Messgröße im Repository / BPI-KontextAussage & Ziel
Effizienz-GewinnDurchlaufzeit-ReduktionDelta-Zeit (Soll-Modell vs. Ist-Modell)Wie viel schneller ist der Prozess nach dem BPI-Projekt geworden?
AutomatisierungsgradIT-UnterstützungsquoteAnzahl automatisierter Schritte / GesamtschritteWie stark wurde der manuelle Aufwand durch IT-Integration reduziert?
Qualitäts-ImpactFirst Pass Yield (FPY)Anteil fehlerfreier Durchläufe (nach Optimierung)Hat das Projekt die Nacharbeitsquote gesenkt?
Struktur-VeredelungSchnittstellen-DichteAnzahl der Übergaben (Hand-offs) pro ProzessWeniger Schnittstellen bedeuten meist weniger Reibungsverluste und Wartezeiten.
Finanzieller ROIProzesskostensenkungDelta-Prozesskosten (Personal + Sachmittel)Der monetäre Nachweis des Projekterfolgs pro Prozessinstanz.

In der „BPM-Fabrik“ reicht es nicht, nur die Zeit zu messen. Man muss alle fünf Ecken des Pentagons betrachten, um eine Verschlechterung an anderer Stelle zu vermeiden:

  1. Zeit (Duration): Durchlaufzeit, Bearbeitungszeit, Liegezeit.
    • Delta: Haben wir den Prozess beschleunigt?
  2. Kosten (Costs): Personalkosten, Sachkosten, IT-Kosten.
    • Delta: Ist der Prozess pro Durchführung günstiger geworden?
  3. Qualität (Quality): Fehlerrate, Nacharbeitsquote, Kundenzufriedenheit.
    • Delta: Produzieren wir weniger „Ausschuss“ im Prozess?
  4. Menge (Quantity/Capacity): Durchsatz pro Zeiteinheit, Skalierbarkeit.
    • Delta: Können wir mit den gleichen Ressourcen mehr Vorgänge bearbeiten?
  5. Compliance/Risiko (Governance): Einhaltung von Richtlinien, Kontrollstabilität.
    • Delta: Ist der Prozess sicherer oder revisionssicherer geworden?

Beispiel aus der Praxis: Rechnungsprüfung

Wenn ein BPI-Projekt eine automatisierte KI-Erkennung für Rechnungen einführt, sieht das Delta so aus:

DimensionVorher (Manuell)Nachher (KI-gestützt)Delta (Erfolg)
Zeit5 Tage2 Stunden-98% Zeit
Kosten15,00 € / Rechnung3,50 € / Rechnung-76% Kosten
Qualität3% Erfassungsfehler0,5% Erfassungsfehler+83% Genauigkeit
Menge100 Rechnungen/Tag1.000 Rechnungen/Tag10x Kapazität
ComplianceStichproben-Prüfung100% SystemprüfungHöhere Sicherheit

In deiner Logik der „Informationsprodukte“ liefert das BPM-Repository für BPI-Projekte spezifische Veredelungs-Outputs:

  1. Delta-Analysen (Vorher/Nachher): Das Repository liefert als Output den direkten Vergleich zwischen der alten Struktur und der neuen optimierten Struktur.
  2. Umsetzungs-Quote: Wie viele der im BPI-Projekt designten „Soll-Prozesse“ sind tatsächlich in den Status „Bereitgestellt“ (Live) übergegangen?
  3. Wissens-Transfer-Rate: Wie schnell wurden die optimierten Prozesse an die Mitarbeiter kommuniziert (gemessen an den Zugriffszahlen auf die neuen Versionen im Portal)?