Zum Hauptinhalt springen

BPM-Repository Output-Kennzahlen

BPM produziert spezifische Informationsprodukte.


Das Prozessmanagement produziert spezifische Informationsprodukte. BPM ist eine Fabrik für Organisationswissen. Sämtliche Informationsobjekte sowie die Prozessmodelle werden hierfür im BPM-Repository strukturiert verwaltet. Wenn die Prozessmenge die Metrik ist und Informationsprodukte das Ergebnis sind, ergeben sich daraus folgende messbare Einheiten im BPM-Repository.

In unserem Bild der „BPM-Fabrik“ sind Output-Kennzahlen das direkte Ergebnis der „Produktionslinie“ - BPM-Repository. Während der Input den Aufwand misst, beschreibt der Output die Menge, Qualität und Verfügbarkeit des veredelten Organisationswissens.

Produktions-Pipeline Dashboard

Messgröße: Wie viel Wissen haben wir in diesem Quartal verarbeitet?

StatusProzessmodelle (Abläufe)Objekte (Rollen, IT, Risiken)Tendenz
Neu hinzugefügt1245↗️
Verändert / Gepflegt28112➡️
Bereitgestellt (Live)1038

Quantitativer Output-Einheiten(Menge & Volumen)

Hier wird die rein „produzierte“ Menge an Informationsprodukten, die aus dem BPM-Repository purzeln gemessen.

  • Anzahl publizierter Prozessmodelle: Wie viele Prozesse sind aktuell „ready-to-use“ für die Organisation?
  • Objekt-Dichte: Anzahl der vernetzten Informationsobjekte (Rollen, IT-Systeme, Risiken) pro Prozess. Ein hoher Wert zeigt einen hohen Reifegrad des Wissens.
  • Anzahl generierter Dokumente: Wie viele Handbücher, Arbeitsanweisungen oder Stellenbeschreibungen wurden automatisiert aus dem Repository exportiert?
StatusFokus: Prozessmodelle (Abläufe)Fokus: Objekte (User, Rollen, IT, Risiken)Output-Metrik (Perioden-Beispiele pro Quartal)
Neu hinzugefügtErstmalige Aufnahme und Modellierung eines IST/SOLL-Prozesses.Neuanlage von Stammdaten (Rollen, IT-Systeme, I/O-Daten).Modellierungs-Rate: Anzahl der im Quartal (z. B. Q1) neu integrierten Prozesse und Stammdaten-Objekte.
Verändert / GepflegtOptimierung, Anpassung an Gesetze oder Korrekturen bestehender Modelle.Attributpflege (z. B. Aktualisierung des Kennzahlensteckbriefes oder Rollenänderung).Revisions-Quote: Anzahl der pro Quartal (z. B. Q2) durchgeführten Updates zur Sicherung der Datenqualität.
BereitgestelltFinalisierte Freigabe und Publishing im Prozessportal. Modell-Inventar: Anzahl der freigegebenen Prozessmodelle (Output pro Periode).Verknüpfung der Objekte in Reports, Handbüchern oder Workflows. Objekt-Inventar: Anzahl der freigegebenen Prozesselemente (Output pro Periode).Publikations-Volumen: Summe der im Quartal (z. B. Q3) für die Organisation live geschalteten Informationsprodukte.

Hier wird gemessen, wie viel „Warenbestand“ sich in welchem Zustand befindet. Die Aufteilung in Quartale macht die Dynamik der Fabrik sichtbar.

StatusFokusKennzahl (Beispiel)Steuerungsimpuls
Neu hinzugefügtDesignModellierungs-RateReicht die Kapazität für den Roll-out neuer Themen?
Verändert / GepflegtMaintenanceRevisions-QuoteVeraltet unser Wissen oder bleibt das „Asset“ aktuell?
BereitgestelltReleasePublikations-VolumenWie viel fertiges Wissen wurde an die Organisation ausgeliefert?

Erläuterung der Logik:

  1. Neu hinzugefügt (Design-Phase): Hier wird das "Skelett" für Informationsprodukte produziert. Die Kennzahl misst den die Menge neuer Objake und Modelle je Zeiteinheit.
  2. Verändert-gepflegt (Maintenance-Phase): Ein Repository, das nicht gepflegt wird, verliert seinen Wert als "Asset". Hier wird sichergestellt, dass die Informationsobjekte konsistent bleiben (z.B. wenn eine Abteilung umbenannt wird, muss dies in allen Modellen gleichzeitig "gepflegt" werden).
  3. Bereitgestellt (Output-Phase): Erst hier wird der Nutzen für das Unternehmen sichtbar. Die "Prozessmenge" im Status "Bereitgestellt" gibt an, wie viel dokumentiertes Wissen den Mitarbeitern tatsächlich zur Ausführung ihrer Arbeit zur Verfügung steht.

Durch die Trennung in Quartale verhinderst du, dass das Repository "einschläft". Du kannst nun genau sehen:

  1. Wachstum: Wie viele neue BPM-Assets kommen pro Quartal hinzu?
  2. Stabilität: Wird genug Zeit in die Pflege (z. B. Kennzahlensteckbriefe) investiert?
  3. Nutzen: Wie viel kommt tatsächlich beim Endanwender (Bereitstellung) an?

BPM-Repository Struktur-Dashboard

Ein BPM-Repository Struktur-Dashboard ist das „Navigationsinstrument“ für die Architektur deines Organisationswissens. Während andere Dashboards auf die Inhalte (was steht im Prozess?) schauen, fokussiert sich das Struktur-Dashboard auf die Gesundheit, Tiefe und Logik des gesamten Frameworks. In unserem Bild der „BPM-Fabrik“ ist dies die Überwachung der Produktionshallen-Statik: Stehen die Regale richtig? Sind die Wege logisch? Ist das Fundament stabil?

Das Struktur-Dashboard ist der „TÜV“ für unser BPM-Repository. Es stellt sicher, dass das gesammelte Wissen nicht nur vorhanden, sondern auch logisch sortiert, aktuell und nutzbar ist.

ParameterMetrik (Ist-Wert)Zielwert (Benchmark)StatusAussage & Steuerungsimpuls
Scope-Abdeckung84 %> 90 %⚠️Vollständigkeit: 16 % der wertschöpfenden Einheiten sind noch "White Spots" (nicht dokumentiert). Fokus auf Kernprozesse verstärken.
Granularitätsindex5,25 – 7Struktur-Tiefe: Die Zerlegung der Prozessgruppen ist optimal. Die Komplexität ist beherrschbar; keine Bildung von Informations-Silos.
GPO-Quote72 %> 80 %Führungsquote: Kritische Lücke bei der Benennung von Global Process Ownern, besonders in Support-Bereichen. Verantwortlichkeiten klären!
Modellierungs-Compliance95 %> 98 %Qualität: Nahezu alle Informationsprodukte entsprechen dem internen BPMN-Standard. Hohe formale Verlässlichkeit des Repositorys.
ParameterKennzahlBewertungMaßnahme
Horizontale Breite18 Process Areas✅ OptimalKeine Änderung nötig.
Vertikale Tiefe4 Ebenen✅ StandardGute Usability für Endanwender.
Objekt-Vernetzung3,2 Objekte/Prozess⚠️ GeringIT-Systeme müssen nachgepflegt werden.
Freigabestatus65% aktuell❌ KritischRevisions-Kampagne für Q2 planen.

Qualitativer Output-Einheiten (Güte des Wissens)

Ein Produkt ist in der Fabrik nur dann wertvoll, wenn es fehlerfrei ist.

  • Aktualitätsquote: Prozentsatz der Modelle, deren letzte Überprüfung weniger als X Monate zurückliegt (Vermeidung von „Wissens-Ausschuss“).
  • Modellierungs-Compliance: Anteil der Modelle, die den definierten Governance-Standards (Notation, Benennung) entsprechen.
  • Vernetzen-Grad: Wie hoch ist der Anteil der Prozesse, die konsistent mit der Strategie oder den IT-Systemen verknüpft sind?

Im Rahmen der prozessualen und organisatorischen Gestaltung bilden Strukturkennzahlen das quantitative Gerüst. Sie machen die Architektur der Prozesslandschaft über alle Hierarchieebenen hinweg messbar und vergleichbar.

ParameterMetrik (Absolute Anzahl)Aussage & SteuerungsimpulsBenchmark / Zielwert (Legal Units)
Enterprise ProzesslandkarteProcess Areas (Prozessbereiche)Misst das Abstraktionsvermögen. Zu viele Bereiche (> 25) deuten auf Silo-Denken (Abbild der Organigramm-Struktur) hin. Zu wenige (< 12) verschleiern strategische Geschäftsfelder.12 bis 25 Bereiche (Orientierung an Frameworks wie APQC oder SCOR).
Referenz-ProzessmodellProcess Groups (Prozessgruppen)Granularitätsindex (Decomposition Rate): Zeigt, wie tief die Struktur „atmet“. Eine Unwucht (z.B. Vertrieb 30 Gruppen vs. PMO 5 Gruppen) deutet auf mangelnde Standardisierung in komplexen Feldern hin.5 bis 7 Gruppen pro Process Area (Spanne der Beherrschbarkeit).
BPM-Repository ScopeMain Processes (Hauptprozesse)Scope-Abdeckung (Process Area Coverage): Misst den Reifegrad der Dokumentation. Ein niedriger Wert zeigt, dass die Struktur zu theoretisch ist und die operative Realität nicht abbildet.Abdeckung > 90% der wertschöpfenden Einheiten des Unternehmens.
Governance-StrukturArea Ownership (Verantwortung)Führungsquote: Misst die organisatorische Belastbarkeit. Eine Struktur ohne benannte Verantwortliche (GPO) ist „kopflos“ und führt nicht zu Prozessverbesserungen.Global Process Owner (GPO) Quote > 80% für alle definierten Areas.

Wirkungs-Output (Nutzung & Akzeptanz)

In einer Fabrik bringt das beste Produkt nichts, wenn es im Lager verstaubt. Hier misst du den „Absatz“ deines Organisationswissens.

  • Abrufrate (Views): Wie oft greifen Mitarbeiter auf die Informationsprodukte im Web-Portal oder Repository zu? Wie oft konsumieren Mitarbeiter die produzierten Informationsprodukte im Prozessportal?
  • Feedback-Quote: Anzahl der Verbesserungsvorschläge pro Prozessmodell (Indikator für eine lebendige Prozesskultur).
  • Abdeckungsgrad: Welcher Anteil der unternehmenskritischen Abläufe ist bereits als Informationsprodukt im Repository verfügbar?

Der größte Nutzen ist die Transparenz. Das BPM-Repository ist das „Lagerhaus“, in dem das Organisationswissen jederzeit inventarisiert und abgerufen werden kann. Man produziert Sicherheit für Revisionen (Compliance) und Klarheit für die operative Arbeit.