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ROI - Return on Investment bei BPI-Initiativen

BPM-Outcome-Kennzahlen


Der Erfolg eines BPM-Initiativen wird meist am Return on Investment (ROI) oder an der Amortisationsdauer (Payback Period) gemessen.

ROI

Der ROI gibt an, wie viel finanzieller Nutzen im Verhältnis zum eingesetzten Kosten erzielt wurde. $$ ROI = (Nutzen - Kosten) / Kosten * 100% $$

Vorteil: Man sieht sofort, ob sich das Projekt finanziell "lohnt".

Nachteil: Erfasst keine langfristigen strategischen Vorteile (z. B. höhere Mitarbeiterzufriedenheit).

Im Kontext von Business Process Management (BPM) ist die Vorgabe ROI = 1:10 eine sehr ambitionierte Zielsetzung. Sie beschreibt das Verhältnis zwischen den eingesetzten Kosten und dem daraus resultierenden Nutzen. Man spricht hier oft von einem Faktor-10-Erfolg. Das Verhältnis €1:€10 bedeutet konkret: Für jeden Euro, den das Unternehmen in die BPM-Initiative investiert, müssen 10 Euro an messbarem Nutzen zurückfließen.

Da es extrem schwierig ist, allein durch "Papier-Ersparnis" das Zehnfache der Kosten reinzuholen, setzt sich dieser hohe ROI im BPM meist aus drei Säulen zusammen:

  1. Direkte Kosteneinsparung (Hard Savings):
    • Weniger Personaleinsatz für monotone Aufgaben (Automatisierung).
    • Wegfall von doppelten Arbeiten oder unnötigen Prozessschritten.
  2. Vermeidung von Fehlerkosten (Risk Mitigation):
    • Keine Pönalen (Strafzahlungen) durch Compliance-Verstöße.
    • Weniger Reklamationen und Nachbesserungen.
  3. Skaleneffekte (Growth):
    • Der Prozess kann das 10-fache Volumen bearbeiten, ohne dass die Kosten steigen. Das ist oft der Hebel, der den ROI auf €1:€10 katapultiert.

Bei der Amortisationsdauer (Payback Period) wird gemessen, wie lange es dauert, bis die Einsparungen durch den optimierten Prozess die ursprünglichen Projektkosten decken.

Beispiel: Kostet die Einführung einer Software 100.000 € und spart sie jährlich 50.000 € an Personalkosten, liegt der Payback bei 2 Jahren.

Die Hurdle Rate ist im Grunde ein Nutzen-Filter, den ein BPM-Projekt passieren muss, damit es überhaupt grünes Licht bekommt. Stell dir die Hurdle Rate wie die Latte beim Hochsprung vor: Das Unternehmen legt fest, dass eine Investition eine bestimmte Rendite (z. B. 15%) erreichen muss, um als lohnenswert zu gelten. Obwohl die Hurdle Rate (Zins-Hürde) meist ein Prozentsatz ist, beeinflusst sie die Entscheidung über die Amortisationsdauer. Wenn jemand sagt: „Unsere Hurdle Rate für dieses BPM-Projekt liegt bei unter 3 Jahren“, meint er damit eigentlich die Zeit-Hürde (Maximaler Payback, Payback-Hurdle-Rate). In vielen Unternehmen (besonders in schnelllebigen Branchen oder bei IT-Projekten) gibt es die strikte Vorgabe: Ein Projekt wird nur genehmigt, wenn es sein eigenes Geld innerhalb von 3 Jahren wieder eingespielt hat.

  • Amortisation < 3 Jahre: Das Projekt ist effizient genug. Das Risiko wird als akzeptabel eingestuft.
  • Amortisation > 3 Jahre: Das Projekt wird abgelehnt, selbst wenn es nach 5 Jahren hochprofitabel wäre.